Gelebte Patenschaft: Hepberger Feuerwehr bildet Rekruten der Gebirgspioniere aus

19.02.2026
Wenn Feuerwehr und Bundeswehr zusammenkommen, geht es um mehr als nur Händeschütteln: Es geht um handfeste Ausbildung, gegenseitige Unterstützung und eine gelebte Partnerschaft. Am Donnerstag, den 5. Februar 2026, absolvierte die Gebirgspionierkompanie 23 – die Patenkompanie der Gemeinde Hepberg – einen intensiven Ausbildungstag auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr.

Rund 33 Rekrutinnen und Rekruten traten um 08:30 Uhr zur Basisausbildung im Brandschutz und in der technischen Rettung an. Begrüßt wurden sie von 1. Kommandant Rene Karmann, der den engen Kontakt zur Truppe seit Jahren pflegt. „Diese Zusammenarbeit ist keine Einbahnstraße“, betonte Karmann. „Während wir heute unser Fachwissen weitergeben, darf die Feuerwehr Hepberg im Gegenzug regelmäßig das nahegelegene militärische Übungsgelände für eigene Ausbildungen nutzen.“

Der Vormittag stand im Zeichen der Theorie und Grundlagen. Ein besonderes Highlight war der Unterrichtsblock zum „Verhalten von Gebäudekonstruktionen unter Waffenwirkung“. Hierbei profitierten die Soldaten von der doppelten Expertise des 2. Kommandanten Bernhard Wittmann. Als Fachmann aus der Baubranche konnte er anschaulich vermitteln, wie man Einsturzgefahren erkennt und statische Risiken im Einsatz bewertet – lebenswichtiges Wissen für Pioniere.

Nach der Mittagspause wurde es praktisch. Aufgeteilt in zwei Gruppen durchliefen die Soldaten verschiedene Stationen auf dem Übungshof.

Unter der Leitung der Ausbilder Daniel Hartl und Niklas Maly erlebten die Soldaten Feuer hautnah. Am Feuertrainer und im Brandcontainer wurde nicht nur der Umgang mit Feuerlöschern trainiert, sondern auch das taktisch kluge „Löschen aus der Deckung“.

Parallel dazu wies der 3. Kommandant Rainer Prell die zweite Gruppe in die technische Hilfeleistung ein. Mit schwerem hydraulischen Rettungsgerät – Schere und Spreizer – übten die Rekruten, wie man Personen aus lebensbedrohlichen Lagen oder verunfallten Fahrzeugen befreit.

Der Ausbildungstag endete gegen 16:30 Uhr nach einer gemeinsamen Aussprache. Der Tag unterstrich eindrucksvoll die Verbundenheit zwischen Hepberg und seiner Patenkompanie: Schulter an Schulter für die Sicherheit.