Hepberger First-Responder-Einheit der Feuerwehr geht in den Regelbetrieb

17. März 2019
Aktive
Seit März 2018 hatte die Feuerwehr Hepberg eine „neue“ First-Responder-Einheit getestet. Nach rund einem Jahr wurde nun Resümee gezogen und entschieden, dass die Gruppe in den Regelbetrieb übergehen soll.

Rund 21 reine First-Responder-Einsätze hatte die Hepberger Feuerwehr 2018 abgearbeitet. Dabei wurden 19 Erwachsene und zwei Kinder notfallmedizinisch erstversorgt. Bei allen Einsätzen konnte ein Zeitvorteil von mehreren Minuten gegenüber dem Rettungswagen erzielt werden.
Im Englischen ist der Begriff „First Responder“ gebräuchlich und bedeutet wörtlich übersetzt "Zuerst Antwortender" oder sinngemäß „Zuerst Eintreffender“. In Bayern ist damit die Einrichtung einer organisierten Ersten Hilfe gemeint. Diese soll eine Ergänzung der Rettungskette sein, deren Aufgabe es ist, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit qualifizierten basismedizinischen Maßnahmen zu überbrücken.
In Hepberg gibt es seit 2008 eine Sanitätsgruppe mit entsprechendem Equipment. Seitdem wurde die Feuerwehr Hepberg immer wieder sporadisch zu solchen First-Responder-Einsätzen gerufen. Seit dem letzten Jahr wird in der Integrierten Rettungsleitstelle Ingolstadt bei gewissen Rettungsdienst-Schlagwörtern (lebensbedrohliche Situationen) im Ortsgebiet Hepberg standardmäßig die Hepberger Wehr mit ihrer First-Responder-Einheit dazu alarmiert. Für alle Aktiven Mitglieder finden bei der Feuerwehr Hepberg mehrmals im Jahr Ausbildungen zum Thema „Erweiterte Erste Hilfe“ statt. Zusätzlich haben 22 der Hepberger Einsatzkräfte mindestens eine Sanitätslehrgang absolviert oder verfügen über eine höherwertige Ausbildung im Bereich Sanitäts- und Rettungsdienst.
Ein Großteil der derzeitigen Ausrüstung wie Defibrillator und Sauerstoff-Set sowie die speziellen Übungsgeräte wurden und werden weiterhin durch Sponsoren finanziert.
Großen Dank möchte die Hepberger Feuerwehr daher den Firmen aussprechen, die sie hierbei so regelmäßig unterstützen!