Schwerer Verkehrsunfall mit LKW

Einsatz Nr. 52 im Jahr 2019
Schwerer Verkehrsunfall mit LKW
Am 17.09.2019 wurden wir zusammen mit der Feuerwehr Stammham und Feuerwehr Lenting um 21:54 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall mit 2 beteiligten LKW’s und einer eingeklemmten Person gerufen.
Ein LKW fuhr am Stauende auf einen anderen LKW frontal auf.
Eine Person wurde dabei extrem im LKW eingeklemmt und musste mit schwerem hydraulischen Rettungsgeräten von allen drei eingesetzten Feuerwehren, in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, gemeinsam befreit werden.
Ein an der Einsatzstelle gelandeter Rettungshubschrauber Christoph Nürnberg flog die Person anschließend in eine Spezialklinik.
Neben der technischen Rettung der Person wurde die Einsatzstelle abgesichert und ausgeleuchtet, der Brandschutz wurde sichergestellt, weitere Unfallbeteiligte wurden betreut und versorgt.
Neben der Rettung der im LKW eingeklemmten Person wurde parallel die Ladung der LKW’s begutachtet: während der eine LKW „nur“ Lebensmittel geladen hatte, war die Fracht des anderen LKW’s weitaus problematischer, da dieser mit Stückgut und teilweise Gefahrengut beladen war und dabei auch zum Teil das Stückgut beschädigt wurde und auslief. Die ausgelaufene Flüssigkeit wurde als Erstmaßnahme mit Bindemittel gebunden.
Im späteren Verlauf des Einsatzes wurde die Ladung mit technischem Gerät durch ein Bergeunternehmen sowie zwei Mann unter Atemschutz und Körperschutz Form 2 geborgen und umgeladen.
Abschließend wurde die Einsatzstelle der Autobahnmeisterei, dem Bergeunternehmen sowie der Reinigungsfirma übergeben.

Vielen Dank an alle beteiligten Einsatzkräfte für die reibungslose und hervorragende Zusammenarbeit bei dem extrem fordernden Einsatz.

Eine bitte der Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen:
Bei Staubildung RETTUNGSGASSE bilden!

Pressebericht der Polizei:
Auffahrunfall mit einem schwerstverletzten Lkw-Fahrer
Ort: Stammham, BAB A 9 i. R. N., ca. 5,5 km vor der Anschlussstelle Denkendorf
Zeit: 17.09.2019, 21.45 Uhr
Aufgrund einer Nachtbaustelle, es wurde die Fahrbahn ausgebessert, stockte der Verkehr auf der A 9 i. R. Norden. Auf dem rechten Fahrstreifen musste deshalb der 60-jährige Fahrer aus dem Lkr. Kelheim seinen Sattelzug DAF  fast bis zum Stillstand abbremsen, ebenso wie der nachfolgende 37-jährige Kraftfahrer aus Polen seinen Lkw-Zug Daimler. Dies bemerkte der 30-jährige rumänische Kraftfahrer offenbar zu spät und fuhr mit seinem Sattelzug Scania frontal gegen das Heck des Lkw-Zuges des 37-jährigen;  hierdurch löste sich dessen Anhänger vom Lkw  und stieß noch leicht gegen den Auflieger der Sattelzugmaschine des 60-jährigen. Der Auffahrende wurde eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr aus dem Führerhaus befreit werden, er kam lebensbedrohlich verletzt mit dem Rettungshubschrauber in eine Münchener KIinik. Seine 26-jährige Beifahrerin wurde schwer verletzt, der 37-jährige Fahrer des Lkw-Zuges leicht. Beide kamen zur Behandlung in ein Krankenhaus. An den beteiligten Fahrzeugen entstand ein Schaden von ca. 115.000 Euro. Vor Ort waren die Feuerwehren aus Stammham, Lenting und Hepberg. Diese unterstützten auch noch bei der Absicherung und nahmen auch die Gefahrenanalyse vor, da im Lkw-Zug des 37-jährigen Gefahrstoffe befördert wurden und durch den Anstoß zum Teil austraten. Die Staatsanwaltschaft wurde vom Unfall in Kenntnis gesetzt, sie ordnete eine unfallanalytisches Gutachten an. Gegen 00.20 Uhr konnte dann der linke Fahrstreifen freigegeben werden. Die Reinigungsarbeiten und so die Sperrung des mittleren und rechten Fahrstreifens  dauern noch an, sie dürften gegen 12.00 Uhr beendet sein.
Quelle: VPI Ingolstadt

 


Einsatzart Technische Hilfeleistung
Alarmierung Sirene und Funkmeldeempfänger
Einsatzstart 17. September 2019 21:54
Einsatzdauer 6 St
Fahrzeuge MTW
StLF 10/6
TLF 16/25
GA-LiMa
VSA
Alarmierte Einheiten FF Hepberg
FF Stammham
FF Lenting
Kreisbrandinspektor
Kreisbrandmeister
Rettungsdienst
Polizei
Autobahnmeisterei
Bergeunternehmen
Reinigungsfirma