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Empfehlung und Allgemeine Hinweise zum Verbrennen von Reisig und Astholz
in Wäldern bzw. in der Nähe von Wäldern1239346651_1024

 Erfahrungsgemäß wird in nächster Zeit in den Wälder wieder vermehrt Brennholz für die nächsten Heizperioden 
 produziert und auch Reisig/Astholz in den Wäldern bzw. in der Nähe von Wäldern verbrannt.
 Deshalb raten wir, die örtliche Feuerwehr [siehe Kontakte], von dem Vorhaben mit Angabe des Ortes und der Zeit zu
 unterrichten.
 Hintergrund dieser Empfehlung ist die Minimierung von „Fehlalarmen“ für die Feuerwehren wegen weit sichtbarer 
 Rauchentwicklung in Verbindung mit vermeidbaren Kosten für den Betroffenen oder für die Gemeinden.
 

Verbrennen von Reisig und Astholz im Wald
(Zusammenstellung der gültigen Vorschriften)

Grundsatz:
Unverwahrtes Feuer darf im Freien nur entzündet werden, wenn für die Umgebung keine Brandgefahr entstehen kann (§ 3 VVB).

Feuerstellen
Kein flächiges Verbrennen, nicht zu viele oder zu große Feuerstellen anlegen. Keine Feuerstellen über alten Baumstümpfen entzünden (In alten, morschen Baumstümpfen kann sich die Glut lange halten und noch nach Tagen ein unkontrolliertes Feuer ausbrechen)!
Als Feuerstellen möglichst Blößen und Wege benutzen.

Schutzstreifen
Im Umkreis des Feuers ist auf mindestens 5 m Breite alles Brennbare zu entfernen.
Hitzestrahlung beachten! Durch Entfernen des Auflagehumus bis zum Mineralboden sollte
rings um die Feuerstelle ein Schutzstreifen von 3 m Breite angelegt werden.

Witterung
Feuer sind bei stärkerem Wind sofort zu löschen! Trockenperioden erhöhen die Brandgefahr!
Bei hohem bis sehr hohem Waldbrandrisiko (Waldbrandgefährdungsstufe 4 und 5) wird
dringendst empfohlen, vom Borkenkäfer befallenes Material nur außerhalb des Waldes
(Mindestabstand 100 m! - siehe Art. 17 BayWaldG) und auf freigelegtem Mineralboden (z.B.
gepflügtem Acker) zu verbrennen.

Zündhilfen
Das Entzünden des Feuers mit umweltgefährdenden Mitteln (z.B. Reifen oder Altöl) ist
verboten!

Kontrolle
Das Feuer ist ständig von mindestens zwei leistungs- und reaktionsfähigen, über 16 Jahre
alten Personen, die mit zum Löschen geeignetem Gerät (Schaufel, Spaten etc.) ausgestattet
sind, unter Aufsicht zu halten.

Zeit
Das Verbrennen ist nur an Werktagen erlaubt. Das Beschicken der Feuerstelle sollte
rechtzeitig (Mittag, früher Nachmittag) beendet werden, um bei Arbeitsende keine Probleme
mit dem Ablöschen zu bekommen.

Abstände
Außer bei starkem Wind entstehen durch Rauch oder Funkenflug im Allgemeinen keine
Gefahren, Nachteile oder erhebliche Belästigungen.
Einzuhalten ist ein Mindestabstand von:
- 300 m zu Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen, Gebäuden mit Wänden oder Dächern
aus brennbaren Stoffen sowie zu Gebäuden, in denen leicht entflammbare Stoffe, brennbare
Flüssigkeiten oder Gase hergestellt, gelagert oder bearbeitet werden.
- 100 m zu sonstigen Gebäuden, Zeltplätzen, Parkanlagen oder anderen Erholungseinrichtungen.
- 75 m zu Kreis-, Staats- oder Bundesstraßen, Bahnlinien.
- 10 m zu öffentlichen Feldwegen.

Sicherheit
Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle, spätestens bei Einbruch der
Dunkelheit, erloschen sein (§ 3 VVB)!


Rechtsgrundlagen: Art. 17 BayWaldG, VO über die Verhütung von Bränden (VVB) sowie
VO über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb zugelassener
Beseitigungsanlagen (PflAbfV)

Achtung: Bei trockener Witterung (Waldbrandgefährdungsstufen 4 und 5) ist Feuer im Wald grundsätzlich untersagt!

Quelle:
Landratsamt Eichstätt
Sachgebiet Brand- u. Katastrophenschutz
Residenzplatz 1
85072 Eichstätt